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Aktuelle Fachbeiträge
 

Familienrecht Entlastung für Kinder von Pflegebedürftigen Eltern

Unterhaltspflichtig erst ab neuer Grenze beim Gesamtjahreseinkommen von 100.000 Euro

Wenn Eltern pflegebedürftig werden und die Kosten für z.B. Heimaufenthalt nicht aus eigenen Mitteln aufbringen können, übernimmt häufig das Sozialamt diese Kosten. Diese hat es sich bislang in vielen Fällen von den unterhaltsverpflichteten Kindern zurückgeholt. Dem sind nunmehr Grenzen gesetzt.

Seit dem 01.01.2020 ist das Angehörigen-Entlastungsgesetz in Kraft getreten, nach dem Kinder für ihre pflegebedürftigen Eltern nur noch ab einem Gesamtjahreseinkommen von 100.000,00 EUR brutto zum Unterhalt herangezogen werden können. Neben dem Einkommen aus Erwerbstätigkeit zählen hierzu sämtliche Einkünfte im Sinne des Einkommenssteuergesetzes, wie z.B. aus Vermietung. Zunächst gilt hingegen eine gesetzliche Vermutung dafür, dass das Einkommen des unterhaltspflichtigen Kindes darunter liegt. Nur wenn hinreichende Anhaltpunkte für ein Überschreiten der 100.000,00 EUR-Grenze vorliegen, darf der Sozialleistungsträger überhaupt Einkommensauskunft verlangen. Anhaltspunkte können z.B. in der Ausübung eines bestimmten, in der Regel einkommensstarken Berufs liegen.

Viele Kinder, die bislang Unterhaltszahlungen für ihre Eltern an das Sozialamt leisten mussten, dürften nunmehr aufgrund des neuen Gesetzes nicht mehr herangezogen werden. Dies gilt allerdings nicht rückwirkend, sondern erst ab Beginn des Jahres.

Nachbarrecht, Mieteigentumsrecht, Baurecht (privates)
01.07.2026

Zum Verhältnis öffentlich- rechtliche Baulast zur privatrechtlichen Grunddienstbarkeit

Der BGH hat durch Urteil vom 27.06.2025 (Az. V ZR 150/24) entschieden, dass der Eigentümer eines nur mit einer Überfahrtbaulast belasteten Grundstücks nicht aufgrund der Baulast zivilrechtlich verpflichtet ist, das Begehen bzw. Befahren seines Grundstücks durch einen Grundstücksnachbarn zu dulden .

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Nachbarrecht
09.02.2026

Wie hoch darf die Hecke sein?

Der Bundesgerichtshof hat durch Urteil vom 28.03.2025 (Az. V ZR 185/23) entschieden, dass es im (hessischen) Landesnachbarrecht keine allgemeine, von der konkreten Ausgestaltung im Landesnachbargesetz unabhängige Höhenbegrenzung für Hecken gibt. Das Urteil ist auf das Nachbarrechtsgesetz Nordrhein-Westfalen übertragbar.

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Arbeitsrecht
09.02.2026

Anspruch auf einen leidensgerechten Arbeitsplatz – ein Irrglaube

Es kommt ständig vor, dass ein Arbeitnehmer ein ärztliches Attest vorlegt, aus dem sich beträchtliche Beschränkungen hinsichtlich seiner Einsatzfähigkeit ergeben. Oftmals besteht die Vorstellung, der Arbeitgeber müsse dies bei der Zuteilung von Arbeitsaufgaben quasi immer berücksichtigen. Irrtum. Das muss er nicht.

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