16/08 2017

Nicht mehr auffindbares Testament

Nicht mehr auffindbares Testament

Kopie unter Umständen als Nachweis ausreichend

Liza Katherine Rothe

Mit Beschluss vom 02.12.2016 (2 WX 550/16) hat das Oberlandesgericht Köln entschieden, dass ein nicht mehr auffindbar Testament nicht allein aus diesem Grunde ungültig ist. Es besteht im Falle der Unauffindbarkeit eines Testaments nach Ansicht des Gerichts keine Vermutung dafür, dass es von dem Erblasser/der Erblasserin vernichtet wurde und damit als widerrufen gilt. Allerdings muss derjenige, der sich auf dieses Testament beruft, nachweisen, dass das nicht mehr auffindbare Testament formgültig errichtet wurde und welchen Inhalt es hatte. Dabei kann eine Kopie als Nachweis im Einzelfall ausreichen. In einem ähnlich gelagerten Fall hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf bereits am 16.11.2016 (I-3 WX 250/15) zu den Voraussetzungen entschieden, unter denen einer allein noch vorhandenen Fotokopie ein wirksames Testament zugrunde liegt.

Zurück Zum Fachanwalt

Leave a Comment